Operationen / Narkosemanagement

Wir verfügen über einen modernen Operationssaal mit umfassender Narkoseüberwachung und führen alle gängigen Routine- und auch Notfalloperationen durch wie beispielsweise:

  • Kastrationen
  • Magendrehungen
  • Kaiserschnitte
  • Tumoroperationen
  • Magen-Darm-Chirurgie
  • Entfernung von Blasensteinen
  • Eingriffe an Leber, Milz, Prostata etc.

Viele Besitzer haben Angst vor einer Narkose ihres Tieres. Natürlich beinhaltet jede Narkose ein gewisses Risiko aber es gibt immer Möglichkeiten, das Risiko für jeden Patienten so weit wie möglich zu minimieren.

Aus diesem Grund betreiben wir nach einer eingehenden Untersuchung für jedes Tier ein individuell abgestimmtes Narkosemanagement, das auf die Art des Eingriffes, Alter und Gesundheitszustand ihres Tieres abgestimmt ist und folgende Parameter beinhaltet:

  • Inhalationsnarkose für eine optimale Steuerung und einen kurzen Nachschlaf
  • Individuelle Auswahl des Narkosemittels
  • Untersuchung der wichtigsten Blutwerte vor der Narkose als Option
  • Versorgung mit einem Venenkatheter für Infusionen und schnelle Medikamentengabe
  • Intraoperatives Monitoring von Herz, Kreislauf und Atmung
  • Alle Patienten werden während der Aufwachphase permanent überwacht
Kastration oder Anti-Läufigkeitsspritze bei der Hündin

Im Alter von 7-11 Monaten werden Hündinnen das erste Mal läufig, kleinere Rassen früher, große Rassen später. Dann stellt sich meist die Frage, ob sie einen Wurf austragen sollen oder wie eine Bedeckung verhindert werden kann. Grundsätzlich ist es für Hündinnen nicht von medizinischem Vorteil, einmal zu werfen.

Hat man sich gegen Welpen entschieden, so gibt es natürlich die Möglichkeit, die Hündin läufig werden zu lassen und “aufzupassen”. Wichtig zu wissen ist, dass die Hündinnen einen Rüden mit Versiegen der Blutung zulassen - etwa ab dem 10. Tag der Läufigkeit.

Eine weitere Möglichkeit ist die Anti-Läufigkeitsspritze. Diese wird in der Ruhephase (Anöstrus) verabreicht, d.h. ca. 3 Monate nach der letzten Läufigkeit bis zu 1 Monat vor der nächsten erwarteten Läufigkeit. Dann in regelmäßigen Abständen wieder. Trotz korrekter Verabreichung kann es zu Läufigkeitsdurchbrüchen, Eierstockszysten oder Gebärmutterentzündungen kommen, die eine intensive Behandlung notwendig machen. Außerdem wird ein negativer Einfluß auf die Ausbildung von Gesäugetumoren vermutet. Deshalb raten wir von dieser Injektion ab.

Kastration bedeutet die Entfernung der Eierstöcke (Ovariektomie). Liegen Veränderungen an der Gebärmutter vor oder bei älteren Hündinnen wird die Gebärmutter auch entfernt. (Ovariohysterektomie)

Vorteile der Kastration sind:

  • die Hündin kann keine Welpen mehr bekommen
  • die Hündin wird nicht mehr läufig
  • die Hündin wird nicht mehr scheinträchtig
  • die Wahrscheinlichkeit Gesäugetumore auszubilden sinkt
  • die Hündin kann keine Gebärmutterentzündung (Pyometra) mehr entwickeln
  • es können keine Erkrankungen der Eierstöcke entstehen


Nachteile der Kastration können sein:

  • das Narkoserisiko
  • die Hündin kann urininkontinent werden, was vor allem bei kurzschwänzigen Hunderassen wie beispielsweise Doberman, Bobtail , Rottweiler vorkommt. Beim Boxer werden bis zu 60 % der kastrierten Hündinnen Inkontinent. Die Inkontinenz ist aber meist mit Medikamenten oder oder Akupunktur zu beherrschen.
  • Bei einigen Hunderassen wie z. B . Münsterländer , Irish Setter oder Cockerspaniel kann es zu Fellveränderungen kommen. Die Hunde entwickeln z.T ein längeres und stumpferes Haarkleid.
  • Der Stoffwechsel wird um ca. 30 % herabgesetzt und die Hündinnen können stark zunehmen. Dem sollten Sie mit der entsprechenden Fütterung und Bewegung entgegenwirken.

Medizinische Indikationen für eine Kastration können sein:

  • Diabetes
  • Epilepsie
  • Hauterkrankungen z.B die Demodikose
  • angeborene Mißbildungen des Uterus

und natürlich

  • Gebärmutterentzündungen
  • Eierstockszysten oder –tumore

Ein günstiger Zeitpunkt für die Kastration ist während des Anöstrus (3 Monate nach der letzten Läufigkeit bis zu 1 Monat vor der nächsten vermuteten Läufigkeit). Zum Kastrationstermin muss die Hündin 12 Stunden nüchtern sein. Trinken darf sie. Sie bleiben bei der Hündin bis sie die Narkose bekommen hat. Sie bekommt einen Venenkatheter und einen Tubus für die Inhalationsnarkose. Während der Narkose wird Ihre Hündin per EKG , Capnograph, Pulsoximeter und mit dem wachen Auge unseres Personals überwacht. Selbstverständlich wird sie mit Schmerzmitteln versorgt. Sie können Ihre Hündin nach Absprache abholen. Legen Sie eine Decke bereit für den Transport. Die Wunde sollte für 10 Tage vor Belecken und Knabbern geschützt werden. Dafür gibt es bei uns Medical Pet shirts und Halskragen zu erwerben.

Planen Sie für den Tag nach der Operation einen Kontrolltermin bei uns ein.

Sollten Sie weitere Fragen haben , wenden Sie sich bitte an uns.

Ihr Praxisteam

Alternative / Ergänzende Heilmethoden

Bei vielen Erkrankungen haben sich alternative Heilmethoden als Ergänzung zur Schulmedizin bewährt. Wir setzen in unserer Praxis folgende Techniken ein:

  • Neuraltherapie
  • Homöopathie
  • Hydrotherapie
  • Laser
  • Bach-Blüten
  • Magnetfeld
  • Phytotherapie
Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie ist eine traditionelle und anerkannte Therapie bei einer Reihe von Humanerkrankungen. Seitdem auch die Behandlung von Beschwerden der Haustiere vielen Menschen am Herzen liegt, wird die Blutegeltherapie zunehmend auch in der Veterinärmedizin eingesetzt.

Blutegel können wirksam helfen bei diversen Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei Wundheilungsstörungen, Narbenproblematiken (auch post OP ) und Blutergüssen, Ekzemen , Abszessen und Gesäugeentzündungen.

Eine Behandlung dauert in der Regel zwischen 60-90 min . Zu Behandlungsbeginn wird der Blutegel an der vorgegebenen Hautstelle angesetzt, saugt sich fest und sägt sich mit seinen Kalkzähnchen vorsichtig in die Haut. Dieser Vorgang ist weitgehend schmerzfrei , da der Blutegel hierbei wahrscheinlich schmerzlindernde Stoffe abgibt. Im weiteren Verlauf (15-90 ) min leitet der Blutegel die Wirkstoffe beim Saugen in das Gewebe ein und fällt anschließend von alleine ab. Die kleine Bisswunde wird durch den Wirkstoff Calin (Saratin) 4-12 Stunden offengehalten und blutet nach. Der heilende Effekt kann nach unterschiedlichen Zeitabständen, oft sogar unmittelbar im Anschluss an die Behandlung , auftreten und hält häufig monatelang an.

Haustiere akzeptieren in der Regel den Blutegelbiss ohne Abwehrreaktion und tolerieren die Behandlung geduldig. Viele Tiere dösen bei der Behandlung ruhig vor sich hin.

Wir verwenden ausschließlich medizinische Blutegel.

Zahnbehandlung

Auch unsere Haustiere können Zahnschmerzen bekommen, daher beraten wir schon die Besitzer unserer jungen Patienten rechtzeitig über eine sinnvolle Zahnpflege. Von Problemen beim Zahnwechsel bei Jungtieren bis zu Zahnstein und Zahnfleischerkrankungen bei älteren Tieren: Gesunde und saubere Zähne sind wichtig.

In unserer Praxis wird Zahnstein mit der gleichen Technik wie beim Menschen, mit einem modernen Ultraschallgerät entfernt und die Zähne anschließend poliert, um die Neubildung von Zahnbelag herauszuzögern. Die Behandlung von Zahnfleischerkrankungen, Zahnextraktionen, die Korrektur von Zahnfehlstellungen gehören ebenso zum Repertoire wie die fachgerechte Gebisskorrektur bei Kaninchen, Meerschweinchen und anderen kleinen Heimtieren.

Intensivmedizin / Station

Bei der Betreuung von Intensivpatienten wie beispielsweise nach Unfällen, Vergiftungen etc. kann es nötig sein, dass Ihr Haustier stationär bei uns aufgenommen werden muss.

In manchen Fällen ist nur so eine umfassende Versorgung ihres Lieblings möglich. Natürlich können Sie ihr Tier nach Absprache besuchen, denn Streicheleinheiten von Herrchen oder Frauchen wirken doch oftmals Wunder für das Wohlbefinden und können somit den Heilungsprozess durchaus fördern.

Tumorbehandlung / Chemotherapie

Auch bei unseren Hunden und Katzen gibt es Tumorerkrankungen, bei denen eine Chemotherapie ggf. auch im Anschluss an eine chirurgische Versorgung, sinnvoll sein kann.

Allgemein lässt sich sagen, dass unsere Haustiere deutlich weniger unter Nebenwirkungen durch die Medikamente zu leiden haben als das beim Menschen der Fall ist, so dass die Patienten vielfach ein Leben mit hoher Lebensqualität führen können. Das ist wichtig zu wissen, denn es geht bei dieser Behandlungsmethode nicht um eine Lebensverlängerung um jeden Preis.

Wir beraten unsere Kunden umfassend über die Möglichkeiten und Chancen bevor wir auf Wunsch diese Therapie durchführen, denn erfahrungsgemäß ist gerade auf diesem Gebiet eine ausgiebige Betreuung unerlässlich.

Physiotherapie

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